Reisebericht

Reisebericht von Resi
14.7.2001
Nachdem wir noch einen Besuch im Krankenhaus gemacht haben, fahren wir nach Köln, wo wir gegen 10:15 Uhr ankommen. Klaus und Renate warten mit gepackten Taschen und Kisten, es heißt das alles muß noch im Wohnmobil verstaut werden. Aber wo denn nur? Der Platz reicht bestimmt nicht für die ganzen Fressalien. Nachdem doch so ziemlich alles unter Dach und Fach ist (ein Fahrrad muss auf’s Dach) beginnt es langsam zu regnen. Wir trinken noch eine Tasse Kaffee und dann kann es losgehen.
Ich habe ziemlich große Bedenken, ob das Mobil mit der Belastung fertig wird, oder ob ihm nicht bei der ersten Steigung die Puste ausgeht. Um 12:20 Uhr sind wir startklar und es regnet mittlerweile in Strömen. Nein, wir können doch noch nicht fahren, denn : Ist der Kühlschrank zu.? Ist die Wohnungstür abgeschlossen? Den Sekt haben wir auch vergessen. Nachdem wir vollgetankt haben, sind wir endlich auf der Autobahn. Dann bei Schwerte allgemeine Panik: Wegen Batterie – Alarm. Wieso, das kann doch nicht sein, Was machen wir bloss? Wir beschliessen das blinkende Lämpchen zu ignorieren, was uns nicht immer gelingt. Der Alarm begleitet uns bis Flensburg, wo wir ca. 22:00 Uhr ankommen. Im Hafen ist ein grosses Fest, so daß wir hier nicht übernachten können, wir fahren deshalb auf die dem Hafen gegenüberliegende Seite und finden dort einen Stellplatz neben anderen Mobilen. Nachts kommt heftiger Wind auf und starker Regen.
15.7.2001
Nach einem üppigen Frühstück fahren wir bei sonnigem Wetter,
weiter Richtung Dänemark. Zuerst rufen wir aber noch beim Vermieter an
um zu erfahren, was es mit dem Alarm auf sich hat. Nachdem der uns beruhigt
hat, (wir brauchen nur irgendwann Strom, um die Batterien aufzuladen) sind wir
auch schon bald in Dänemark (ziemlich langweilige Landschaft) wo nur die Fahrt über die Brücken interessant ist. (Insel Fyn – Seeland – Öresund Brücke Göteborg) An der Schärenküste suchen wir uns einen schönen Platzt zum Übernachten bei St. Hogä. Abends machen wir noch einen kurzen Spaziergang an der Küste vorbei.

 

16.7.2001
Um 10:20 verlassen wir unseren Rastplatz nachdem jeder einmal die Botanik aufgesucht hatte (das Schilf war schön hoch) und fahren Richtung Oslo. Der von unsangefahrene Campingplatz Ekeberg, von dem man auf Oslo runter schauen konnte, gefiel uns nicht sonderlich.   Ausserdem war kein Platz mit Strom mehr frei. So fahren wir über Nebenstrassen Weiter nach Norden in Richtung Lillehammer. (Zwischenfall durch fliegende Melone und schepperndes Inventar, da Hans eine Bodenwelle in einer verkehrsberuhigten
Zone übersehen hatte) In Lillehammer finden wir einen schönen Campingplatz
an einem See. Abends ist es sehr lange hell und wir machen einen Bummel durch
die Innenstadt von Lillehammer.

17.7.2001
In strömendem Regen verlassen wir Lillehammer. Nachdem wir eingekauft  und schauen uns die höchste Steilwand Europas an, die Trolltindene.
Nachdem wir beschlossen haben, die Trollstigen nicht zu befahren, die direkt
zum Geiranger führt, da sie für Wohnmobile angeblich zu schmal ist, bewegen wir uns in Richtung Andalsnes und übernachten an einem sehr schönen Fjord, dem Isefjord.

18.8.2001

Bei strahlenden Sonnenschein frühstücken wir draußen.
Vormittags machen wir uns mit den Fahrrädern auf ins Grovedal, ein schönes ruhiges naturbelassenes Flußtal.
Dann machen Klaus und Hans noch Angelversuche, begleitet von Ratschlägen
einiger bayrischer Besserwisser trotzdem ohne Erfolg. Um17:00 Uhr fahren wir
weiter Richtung Alesund, vorbei am Storfjord. In Alesund ist die ganze Stadt in Aufruhr, insbesondere das Hafengebiet ist abgesperrt, wegen eines Hafenfestes
vom 18. – 21.8., da von hier aus eine Segelregatta die Cutty Sark über nach Esbjerg in Dänemark startet. Deshalb liegen hier auch einige sehr große und auch alte Segelschiffe aller Nationalitäten vor Anker, sogar Drei und Viermaster z.B. aus Rußland, Polen, Mexiko.
Abends ist es noch sehr lange hell, unser Stellplatz ist direkt am Fjord in
einer Bucht, nicht weit vom Hafen entfernt.

19.7.2001
Wir machen einen Stadtbummel durch Alesund und verfolgen nachmittags die Parade der Segler. Im Hafen auf einer Bank haben wir kurz die Gelegenheit mit dem Bordpfarrer der MS Europa zu plaudern, die für ein paar Stunden auf der Rückfahrt von Spitzbergen hier angelegt hatte. Danach bestiegen Hans und ich noch den Aussichtsberg mit 418 Stufen, herrlicher Blick auf die ganze Stadt und die See und die MS Europa, die wieder in See stach.
Um 19.15 fuhren wir, nachdem wir Frischwasser aufgenommen und die Toilette entsorgt hatten weiter Richtung Geiranger Fjord. Mit der Fähre setzen wir über
von Magerholm nach Sykkylven und übernachten an der Straße an einem doch sehr einsamen Schießstand. Zudem war es neblig trüb und ungemütlich kalt. Mir jedenfalls war es etwas mulmig, habe nicht sehr gut geschlafen, als Hans im Schlaf schmatzte, habe ich doch gedacht, es schleicht jemand um Wohnmobil
über den Kies.

20.7.2001
Um 12:00 Uhr fahren wir weiter zum Geiranger, aus einem Tunnel heraus sind wir plötzlich im strahlendsten Sonnenschein. Wir stellen das Mobil ab, und fahren mit der Fähre um 14:15 Uhr über den Geiranger Fjord, eine sehr schöne Fahrt auf dem Oberdeck, zum Teil windig und kühl. In Geiranger selbst ist es angenehm warm und sonnig und wir beschliessen eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt (sehr steil und anstrengend)
Rückweg über die Fahrstrasse (viele Serpentinen) aber wir müssen die Fähre um 19:40 erreichen, die uns wieder nach Hellesylt bringt. Von hier aus fahren wir in ein schönes enges Tal (Hochmoor) und übernachten abseits auf einem einsamen Parkplatz. Socken waschen im Wasserfall.

21.7.2001
Nach dem Frühstück beschliessen wir bei schönem Wetter eine Wanderung in das hintere Tal (Froysadal) eine ca. 10km lange Strecke ausserordentlich schön an mehreren türkisblauen Bergseen und einem klaren Bergbach vorbei und durch Hochmoor, viele Schafe und frei laufende Kühe. Es begegnen uns nur eine handvoll Wanderer oder Angler.
Es ist eine anstrengende, aber tolle Wanderung, danach sind alle ziemlich geschafft, und nach dem Essen haben wir uns die Zeit mit Lesen und Kniffel vertrieben. Wir beobachten ein paar Tschechen, die bei Kälte und Regen ihr Zelt aufbauen müssen. Bei uns ist es sehr gemütlich weil es ab 19:00 Uhr in Strömen
regnet und wir unsere Wäsche im Auto trocknen müssen, wie bei Zigeuners.

22.7.2001
Nach dem Frühstück verlassen wir unseren schönen Stellplatz um zum Westkap weiterzufahren. Am an vielen Schafen auf der Fahrbahn, an vielen Seen und am 33 km langen Horningsdalvatn vorbei gelangen wir zum Nordfjord, dann ging es wirklich ab in die Wildnis (über Aheim) zum Kap durch eine etwas öde aber trotzdem reizvolle Landschaft.  Vom Kap selbst hatte man eine tolle Aussicht auf die Küste und ein paar Segelschiffe (Dreimaster). Nach Kaffeepause (es hatte wieder angefangen zu regnen) fahren wir weiter nach Selja und übernachten im kleinen Hafen von Fladraget. Hans und Klaus werfen die Angel aus und fangen tatsächlich etwas. Hans zieht die ersten Fische seiner Anglerkarriere an Land. Sie werden morgen in die Pfanne geschmissen.

23.7.2001
Nach stürmischer und regnerischer Nacht geht es weiter zum Jostedalsbreen.
Am Nordfjord machen wir noch mal Halt zum Angeln bei durchwachsenem Wetter. Hans fing einige kleine Fische. In Nordfjordeid müssen wir unsere Vorräte ergänzen. Dabei treffen wir auf einen sehr schönen Laden mit integriertem Cafe und tollem Sortiment über Möbel, Lebensmittel und allerlei Krimskram. Zum Übernachten fahren wir den Campingplatz in Loen, eine sehr schöne gepflegte Anlage an. Nachdem die Hauptsicherung endlich eingeschaltet war hatten wir dann auch Strom (nachdem ein hilfsbereiter Nachbar schon mit dem Schraubenzieher angerückt war, und er und Hans das Wohnmobil auseinandernehmen wollten). Abends, nachdem wir große Wäsche gewaschen hatten, haben wir dann die gefangenen Fische auf den Grill geschmissen und noch sehr lange draussengesessen.

24.7.2001
Von Loen aus machten wir uns auf den Weg zum Gletscher Bricksdalsbreen,   das Wetter sehr schön. Der Weg zum eigentlichen Fuß des Gletschers war sehr schön, obwohl sehr viele Touristen unterwegs waren, zum Teil mit Pferdekutschen (Japaner mit Mundschutz) Der Gletscher gigantisch und sehr beeindruckend, weil unvorstellbare Gewalten in ihm ruhen. Übernachtung im Supphelledalen. Sehr einsamer Platz, nachts Unruhe, weil ein PKW auftauchte und längere Zeit mit laufendem Motor dastand, dabei wurde lediglich die Parkplatzkasse gelehrt, in die die Gebühren eingeworfen werden mußten, nachdem man selber seinen Parkschein ausgefüllt hatte.

25.7.2001
Nach dem Frühstück war unser Parkplatz schon sehr belebt, weil von hier aus Wanderer zu einem nahegelegenen Gletscher starteten deshalb fuhren wir weiter Richtung Sognefjord. In Solvon parkten wir das Wohnmobil. Klaus und
Renate suchten sich ein ruhiges Plätzchen zum Lesen und Angeln. Hans und ich setzten mit der Fähre über den Lystrafjord nach Urnes.
Dort besichtigten wir die Stabkirche aus dem 11. Jahrhundert. Hier herrscht mildes Klima. Es finden sich viele Obstplantagen mit Apfel und Kirschbäumen,
und vor allem Erdbeer- und Himbeerkulturen. Wir übernachten am Lystrafjord
auf einem Parkplatz an der Strasse, werden von naheliegendem Haus mit dem Fernglas beobachtet.

26.7.2001
Wir fahren weiter am Fjord entlang über Dale und Skjolden. Nach Fortun
beginnt der Aufstieg zum Sognefjell im Jotunheimen. Es ist ein wahnsinnig schönes Gletschergebiet bestimmt von Hochmoor mit sehr viel Wollgras, steinigen Wegen, Seen, Gletscherbächen. Hier befindet sich ein Skigebiet, das auch jetzt im Sommer gespurte Loipen bietet.
Wir machen eine Wanderung, auf der Klaus plötzlich seine Brille vermisst.
Alle schwärmen aus zum Suchen, bis Renate sie schließlich wiederfindet.
Wir übernachten auf der Paßhöhe von 1414m.

27.7.2001
Gegen Mittag machen wir uns an den Abstieg, wir fahren die gleiche Strecke zurück. Ab Sognsdal am Sognefjord entlang.
Mit der Fähre setzen wir über und übernachten auf dem Campingplatz Toid. Nachdem wir am Annafjord keinen geeigneten Platz gefunden hatten und plötzlich die Welt in einem winzigen Hafen zu Ende war. Klaus und Hans angeln und die Welt ist wieder in Ordnung, nachdem sie auch noch Schweinswale beobachten konnten.

28.7.2001
Gegen Mittag verlassen wir den Campingplatz um in Richtung Stahlheim-Schlucht zu fahren, ein Muß wahrscheinlich für jeden Japaner. Durch das Fossfjellet über Oppenheim, wo wir eine Hochzeit beobachten konnten,   fahren wir am Stahlheim Hotel vorbei und anschließend durch die spektakuläre Schlucht. Unten angelangt müssen Hans und ich zu Fuß wieder ein Stück nach oben, da Hans noch unbedingt Fotos machen muss.   Über Gudvangen erreichen wir dann das Flamsdal mit seiner berühmten Eisenbahn. Hier übernachten wir unterhalb dem Bahnhof Häreina.

29.7.2001
Am Morgen machen wir uns mit den Fahrrädern auf nach Flam und besteigen
dann die Flamsbana, nachdem wir die Räder gegen Zahlung von zusätzlichen
200 Kronen verstauen durften. Die Fahrtstrecke war wirklich sehr schön.
An einem großen Wasserfall macht die Bahn extra Halt. Alle können aussteigen und die Natur und das Schauspiel bewundern. Denn plötzlich ertönt Musik und eine in flatterndes rotes Gewand gehüllte Frauengestalt erscheint, so wie ich verstanden habe ein Fabelwesen, die sog. Hylle, so etwas wie die norwegische Loreley.
In Myrdal steigen wir mit vielen Wanderern und durchgestylten Mountainbikern
aus. und machen uns auf den Rückweg nach dem Motto “Denn sie wissen nicht was sie tun”. Der Weg erweist sich als extrem schwierig, da voller Schotter und sehr steil mit vielen Serpentinen. Also schieben wir unsere Fahrräder fluchend, da das Wetter langsam auch schlechter wird. Weiter abwärts führt der Weg dann doch durch ein liebliches Tal, mit Wasserfällen, Bächen,
Ziegenherden, so daß wir wieder versöhnt sind. Wir kommen auch relativ trocken wieder am Wohnmobil an. Nachdem wir uns etwas ausgeruht und unser Käffchen getrunken hatten, begann es wieder zu regnen, so machten wir uns auf den Weg Richtung Bergen über Voss und Dale. Zum Übernachten fuhren wir einen Platz am Bolstadfjord an
-Fjord mit Süsswasser-, strömender Regen begleitet uns auf der ganzenFahrt.

30.7.2001
Nach dem späten Frühstück starten wir Richtung Bergen. In Dale machen wir einen kurzen Stop, um uns in der Strickwarenfabrik nach einem Norwegerpullover umzuschauen,
Zum Angeln steuern wir den kleinen Hafen Holme nahe Bergen auf der Insel Holsnö an.
(Hin- und Rückfahrt über eine Brücke, die wieder richtig Geld kostete) Hier verbringen wir ein paar Stunden bei durchwachsenem Wetter mit Angeln und Lesen. Um ca. 17:00 Uhr sind wir dann in Bergen.
Der Übernachtungsplatz liegt in einem Hafengebiet und war nicht besonders
einladend. Wir waren nicht alleine, die Wohnmobile standen dicht gedrängt.
Toiletten und Duschen waren nicht gerade sauber. Abends machen wir einen kurzen Bummel in die Stadt und zum Hafen. Zum Glück war die Regatta Cutty Sark hier schon wieder zu Ende. Nachts regnet es mal wieder.

31.7.2001
Um ca. 11:00 machen wir uns auf den Weg in die Stadt . Wir besuchen die Festung, den großen (und teuren) Fischmarkt und das alte Handelsviertel Brygge
mit sehr vielen schönen kleinen Läden.
Gegen 16:00 Uhr fahren wir weiter zum Hardanger Fjord. Auf dem Weg kommen wir am schönen Wasserfall Steinsdalfossen vorbei, Auf einem schmalen Weg hat
man die Möglichkeit hoch und hinter den tosenden Wasserfall zu laufen,
ein wirklich toller Eindruck, ein Vorhang aus Wasser.
(und die Japaner sind auch schon da) In dem kleinen Hafen Steinstö halten
wir an. Klaus wirft die Angel aus und holt tatsächlich unter den weisen
Ratschlägen eines interessierten Norwegers grosse und kleine und bunte
Fische an Land, die abends doch sehr lecker schmecken.

1.8.2001
Wir wollen auf die Hardangervidda. Nachmittags fahren wir am Hardanger Fjord vorbei, mit der Fähre setzen wir über von Bruravik nach Eidfjord,
und fahren dann hoch ins Hjolmodalen. Obwohl die Straße sehr schmal und
kurvenreich ist, wagt Klaus die Fahrt nach oben (allgemeines Unwohlsein überfällt
den Rest der Besatzung). Ein Holländer, der uns in einer Kurve entgegenkommt, gerät dann doch in arge Bedrängnis, muß vor und zurücksetzen, wir ebenfalls und ich sehe mich schon im Abgrund. Aber es geht alles gut. Wir kommen schließlich heil auf einem Wanderparkplatz an, der an einem schönen Gebirgsbach liegt. Abends ziehen die Nebelschwaden und verdecken uns bei einem kurzen Spaziergang weiter die Straße hoch von einer Minute zur anderen die Sicht auf die
herrliche Landschaft.

2.8.2001
Wir machen eine Wanderung am Rand der Hardangervidda entlang. Es ist ein sehr schöner Weg durch Birkenwald, Sumpf Steine.
Es wächst wieder sehr viel Wollgras und vor allem Myrtenbeeren. Die sind
aber noch rot und somit nicht reif, erst wenn sie gelb sind kann man sie essen.
Die Wanderung endet etwas abrupt an einer Schlucht, die einen Blick auf einen
Wasserfall zulässt aber keine Möglichkeit weiterzulaufen.
Es bleibt uns nur umzukehren. Am Wohnmobil zurück, müssen wir erst einmal waschen, Hosen , Socken und Schuhe sind voller Schlamm. Aber vor der Tür haben wir ja Wasser genug. Nach großer Wäsche und Verschnaufpause begeben wir uns auf den Rückweg, wieder die schreckliche Serpentinenstraße runter. Gott sei Dank kommen uns nur zwei Autos entgegen. Dann fahren wir in die Hardangervidda, auf das Hochplateau bis Dyranut. Ich bin gespannt auf die
neuen Eindrücke von Weite , Natur und Licht. Bei sehr schönem Wetter machen wir uns an einem schönen See breit und genießen die herrliche
Abendstimmung, obwohl wir auf unserem Platz nicht lange alleine bleiben. Für den nächsten Tag sind wir voller Tatendrang. Wir wollen mit den Fahrrädern durch den Nationalpark fahren und die Natur genießen.

3.8.2001
Nachts hat es angefangen zu regnen und es hört auch morgens nicht wieder
auf. Es gießt wie aus Eimern. Kurz nach mittag entschließen wir uns schweren Herzens von der Hardangervidda Abschied zu nehmen. Wir fahren Richtung
Odda. Am Fjord liegen viele Obstplantagen, besonders Kirschen werden zur Zeit
angeboten. Zum Übernachte fahren wir einen Parkplatz an einem schönen
Wasserfall im Bratlandsdalen an. Es regnet weiter.

4.8.2001
Wir sind alle relativ früh wach, der Platz war nicht sehr ruhig und der Wasserfall war doch sehr laut. Also fahren wir Richtung Preikestolen, das nächste und letzte Highlight unserer Reise. Mit der Fähre setzen wir über von Nesvik nach Hjelmeland und übernachten auf dem Campingplatz Preikestolen.
Das Wetter ist wieder besser, zeitweise scheint die Sonne und unser Stimmungsbarometer steigt.

5.8.2001
Es ist Sonntag und die Sonne strahlt. Wir machen uns auf den Weg zur Kanzel.
Aber wir sind nicht allein. Vom Parkplatz aus geht es einen steinigen Pfad steil hinauf, zusammen mit hunderten Gipfelstürmern, über Hochmoor, Wasserfall, Holzstiegen, an Ketten vorbei an tiefen Schluchten.
Auf der Kanzel ist die Hölle los. Familien mit Säuglingen, Kleinkindern, Rambos, die sich an den Abgrund wagen. Ich schaffe es nicht über die Kante einen Blick in das 604m tiefer gelegene Lysefjord zu werfen. Mir krampft sich alles zusammen, wenn ich andere beobachte, die scheinbar keine Höhenangst haben und sich unbekümmert am Rand des Abgrunds bewegen.
Nachdem uns kurz vor dem Ziel eine heftige Regenschauer erwischt hatte, werden wir auf dem Rückweg so richtig naß. Es schauert immer wieder heftig.
Unsere Regenjacken sind vollkommen naß. Nach der Wanderung (von 10:30
bis 15:00) geht es weiter. Wir setzen mit der Fähre über von Oanes nach Narvik und fahren über Sandnes (E 39 ) nach Egersund.
Wir übernachten am Meer mit vorgelegten Inselchen auf einem schönen Parkplatz in Stapneds. Klaus und Hans versuchen vergeblich zu angeln.

6.8.2001
Nach einem späten Frühstück geht es weiter über Flekkefjord, Farsund nach Mandal. Wir bummeln durch die schöne Stadt, und Hafen, aber leider sind alle Läden schon ab 16:00 Uhr geschlossen. Wir suchen uns einen schönen Standplatz an der Hafeneinfahrt, machen einen Spaziergang am Strand entlang und müssen uns dann weil wir hier nicht übernachten dürfen, einen Parkplatz an der E 39 aufsuchen.

7.8.2001
Zum Frühstück suchen wir uns einen schönen Platz an der Sonne
und freuen uns auf einen schönen faulen Tag am Meer.
Sicherheitshalber fahren wir aber erst mal nach Kristiansand um uns nach einer
Fähre zu erkundigen. Doch zu unserem Entsetzen sind für den nächsten Tag alle Fähren ausgebucht, heute sind noch Plätze frei. So entschließen wir uns also sehr schweren Herzens von Norwegen Abschied zu nehmen. Um 13:45 legt die Fähre ab und schon um18.15. legen wir nach schöner Überfahrt bei Sonne und ruhiger See in Hirtshals an. 

Auf einem Rastplatz an der Autobahn in Dänemark übernachten wir.

8.8.2001
Mal wieder bei strömendem Regen verlassen wir den Rastplatz und durchqueren
Dänemark bei Sturm und viel Regen. In Flensburg verlassen wir die Autobahn und fahren durch eine reizvolle Landschaft nach Kappeln an der Schlei. Ein sehr
schöner Ortskern, schöner Hafen. Dann geht es wieder auf die Autobahn, weiter bis zu unserer letzten Übernachtung in Garbsen, hinter Hannover.

9.9.2001
Endspurt. Um 12.30 sind wir wieder in Köln und jetzt hat  der Alltag uns wieder. Ausladen, Wohnmobil putzen und bald wieder arbeiten gehen.